Azalee

Azaleen - Rhododendron

Zu dieser Gattung gehören etwa 800 immergrüne und sommergrüne verholzte Sträucher und Bäume. Sie stammen hauptsächlich aus der nördlichen Hemisphäre, besonders aus Südchina und der Himalaja-Region; viele Arten sind aber auch in Nordamerika, Japan und Südostasien heimisch. Sogar in Neuginea und Nordaustralien gibt es einen bei uns kaum bekannten Zweig der Gattung.

Es gibt hunderte von Arten und tausende von Zuchtformen.
Die sich am besten für Bonsai eignen sind die Rhododendren oder immergrüne Azaleen, die aus Japan, China, Taiwan oder Korea stammen. Diese Azaleen sind halbimmergrün und haben sehr kleine, oft lederartige Blätter, die den Winter überdauern. Je nach Sorte blühen sie im Frühjahr oder im Laufe des Sommers. Die meisten haben relativ kleine Blüten in weiss, rosa, rot, gelb, blau, lila usw.
Gutes Ausgangsmaterial sind oft die im Herbst erhältliche Azaleen, die in reicher Auswahl angeboten werden.

Als Bonsai sind oft die Kiusianum-, Satsuki- oder Simsii-Typen erhältlich.

 

Standort: Der beste Standort ist von Mitte-Ende Mai bis kurz vor dem Frostanfang im Freien an einem halbschattigen Standort. Während der Blütezeit vor starkem Regen schützen. Im Winter können die Azaleen hell und kühl bei etwa 10° bis 12°C aufgestellt werden. Auf keinem Fall dürfen die Pflanzen über der Heizung stehen, Blattfall und das Abstossen der Knospen wären die Folge. Ab Januar können sie wieder etwas wärmer von 15-22°C stehen; dies bewirkt, dass die Knospen anfangen zu schwellen und die Blüten in einigen Wochen bald aufgehen. Nach der Blüte ab Ende Mai kommt die Azalee wieder ins Freie. Ganzjährig im Haus ist nur gut wenn für viel Luft, Licht und nicht zu hohe Temperaturen gesorgt kann werden.

Gestaltung/Stilarten: Alle Grössen und Stilarten sind möglich.

Giessen: Azaleen brauchen unbedingt kalkarmes Wasser. Bei mehr als 10pH, muss das Wasser enthärtet werden. Regenwasser ist normalerweise kalkfrei und kann dadurch gut verwendet werden. Die Erde immer schön feucht halten, die feinen Faserwurzeln können sehr leicht austrocknen, vorallem während der Blütezeit benötigt sie sehr viel Wasser. Vermeiden sie aber Staunässe.

Einmal pro Tag übersprühen liebt die Azalee besonders.

Düngen: Wenn die Azalee verblüht ist, alle vierzehn Tage bis Mitte September düngen. Verwenden Sie speziellen Azaleen- oder Rhododendrondünger. Auch Biogold-Original hat sich bei den Azaleen sehr gut bewährt. Im Winter jeden Monat etwas Dünger geben; wenn die Pflanze gelbliche Blätter bekommt etwas mehr düngen oder mit einem Eisenpräparat wie Ferramin nachhelfen. Wenn im Winter die Azaleen an einem Standort mit Temperaturen um 5° bis 10°C stehen muss kein Dünger verabreicht werden.

Schnitt: Azaleen können das ganze Jahr hindurch geschnitten werden. Jungpflanzen werden in der Wachstumszeit regelmässig etwa alle sechs bis acht Wochen entspitzt. Im Knospenstadium bilden sich frischgrüne Triebe um die Blütenknospen; diese sollten alle ausgebrochen werden damit die Knospen ungestört aufblühen können. Nach der Blüte, die Blütenreste entfernen, bald werden sich neue Triebe zeigen; wenn diese etwa 3-4 cm lang geworden sind, werden sie bis ins alte Holz zurückgeschnitten. Jetzt bilden sich dichte Polster. Die neuen Triebe, die daraus entstehen, setzen dann im Herbst am Ende der Triebe ihre Knospen für das nächste Jahr an. Wenn Sie für die Gestaltung mehr Volume brauchen, so lassen Sie die neuen Triebe bis 6-8 Blattpaare wachsen und schneiden diese dann auf 1-2 Blattpaare zurück.

Drahten: Kann nach dem Abblühen erfolgen. Bei älteren Ästen müssen Sie aber sehr vorsichtig vorgehen, da diese sehr brüchig sind und bei geringem Druck leicht brechen. Im Herbst den Draht wieder entfernen.

Umtopfen: Jungpflanzen sollten Sie nicht zu schnell in eine Bonsaischale einpflanzen. Lieber im Freien im Moorbeet einige Jahre als Bonsai pflegen und schneiden damit der Stamm sich gut entwicklen kann. Azaleen benötigen eine saure Erde (pH-Wert 4,0) mit guter Wasserführung (Kanumaerde). Vergessen Sie nicht eine Drainageschicht einzubauen mit Abdeckgitter etc. (Im Shop erhältlich)

Wachstumsstörungen: Die Blätter hellen auf, die Blattnerven erscheinen dunkler als die Blattfläche. Hier haben wir es mit Chlorose oder Eisenmangel zu tun. Wird noch gern durch kalkhaltiges Wasser oder durch zu häufiges Giessen verursacht. Weniger giessen oder kalziumarmes Mineralwasser zum Giessen nehmen. Abhilfe schaffen auch ein oder zwei Giessbehandlungen mit Ferramin von Neudorf.

Pflanzenschutz: Dickmaulrüssler und ihre Larven können in kurzer Zeit einen Bonsai zum Absterben bringen. Regelmässige Kontrolle wäre angebracht.
Blattläuse.
Spinnmilben.
Blattfleckenkrankheit - Auf Blättern unregelmässige rötlichgelbe bis braune Flecken, befallene Blätter vertrocknen und fallen ab.
Gelegentlich kann eine Pilzkrankheit wie Ohrläppchenkrankheit auftreten, durch das Entfernen der kranken Blätter können Sie diese Krankheit eindämmen.

Siehe auch Kapitel: Pflanzenschutz

Überwinterung: Vor Frost schützen. Im Winter können die Azaleen hell und kühl bei etwa 10° bis 12°C aufgestellt werden. Auf keinem Fall dürfen die Pflanzen über der Heizung stehen, Blattfall und das Abstossen der Knospen wären die Folge. Ab Januar können sie wieder etwas wärmer von 15-22°C stehen.

 

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